Saunaregeln
Wie ist es richtig?
1. Nicht direkt nach dem Sport in die Sauna gehen
Körperliche Anstrengung unmittelbar vor dem Saunabesuch ist nicht ratsam. Der Besucher sollte mindestens eine Ruhepause von 15 Minuten einhalten. Auch nach dem Saunabad ist jeglicher Sport tabu. So wirkt die Entspannung länger. Vor dem Saunabad empfiehlt sich eine leichte Mahlzeit.
2. Sauna in Ruhe geniessen
Jeglicher Zeitdruck ist fehl am Platz. Der Gast sollte sich entspannen, Alltagsprobleme hinter sich lassen und mindestens 2 Stunden für den Besuch einplanen ? dann ist der Erholungseffekt umso wirksamer.
3. Gründlich abduschen
Der Besucher sollte zu Beginn ein ausgiebiges Duschbad nehmen, damit Make-up, Creme- und Oelreste verschwinden. Ratsam ist, die Haut anschliessend gut abzutrocknen, da trockene Haut schneller schwitzt. Eine trockene Bürstenmassage vor der Dusche fördert zudem die Durchblutung der Haut und löst abgestorbene Hautschüpchen.
4. Zeitlimits beachten
Der einzelne Saunagang kann zwischen 10 ? 20 Minuten dauern. Geübte absolvieren bis zu drei Saunagänge, anderen reicht schon einer. In jedem Fall sollte der Besucher auf die Signale des Körpers achten und nichts übertreiben. Wer einen niedrigen Blutdruck hat, kann den Kreislauf mit einem warmen Fussbad auf die Hitze einstimmen.
5. Viel trinken
Zwischen den Saunagängen sollte man die verlorene Wassermenge nicht gleich auffüllen, sonst verringern sich die Ausscheidung der Schadstoffe und der Reinigungseffekt. Nach dem Saunabesuch ist es jedoch wichtig, viel zu trinken ? allerdings keinen Alkohol, sondern Mineralwasser oder unverdünnte Fruchtsäfte.
6. Schwangerschaft
Schwangere sollten erst nach Rücksprache mit dem Arzt in die Sauna gehen. Ist die Schwangerschaft unkompliziert, spricht aber grundsätzlich nichts gegen ein Heissluftbad.
7. Erkältung
Der Wechsel zwischen Schwitzen und Abkühlen stärkt das Immunsystem. Wer jedoch bereits erkältet ist, sollte nicht in die Sauna gehen: die Temperaturreize bringen die Infektion erst richtig zum Ausbruch. Klingt die Erkältung ab, kann ein Schwitzbad helfen, die restlichen Krankheitserreger auszuscheiden.
8. Verletzungen
Tabu ist ein Saunabesuch auch bei offenen Wunden; einem starken Bluterguss; Erkrankungen, die mit Fieber einhergehen; Entzündungen, besonders wenn Organe und Blutgefässe betroffen sind; nicht ausgeglichene Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs; Epilepsie- und Krebserkrankungen; Leber- und Nierenveränderungen; Durchblutungsstörungen des Gehirns und Regulationsstörungen des Nervensystems.
9. Abkühlung
Die Abkühlung nach dem Schwitzbad gehört zum Saunen dazu und sollte nicht vergessen werden. Schliesslich hat der Körper jetzt einen vermehrten Bedarf an Sauerstoff, da die Hitze Stoffwechsel und Durchblutung angeregt hat. ? An die Abkühlungsphase sollte ein Fussbad in etwa 40 Grad warmem Wasser folgen, damit die durch die Kälte zusammengezogenen Gefässe sich langsam wieder öffnen können.
10. Ruhephase
Nach der Abkühlung sollte der Gast sich in einen warmen Bademantel wickeln und auf einer Liege mindestens 15 Minuten entspannen. Nach dem Besuch sollte er sich warm anziehen. Ausserdem tut er gut daran, seinem Körper nach den kreislaufbelastenden Temperaturschwankungen noch ein wenig Entspannung zu gönnen.